KOffice2 vs OpenOffice.org

Ich habe sehr spezielle Anforderungen an eine Textverarbeitung. Für alles was “schön” aussehen soll, oder mehr wird als eine Seite benutze ich eh LaTeX. Für Textverarbeitungen bleibt also alles was übrig ist. Da es nicht schön aussehen muss, konkurriert dann die Textverarbeitung mit dem Texteditor, der für einfache Sachen ja auch ausreichend ist.

Also Textverarbeitung muss schneller sein als der Overhead von LaTeX, mindestens genauso schnell wie ein Texteditor und sollte bessere Ergebnisse als ein Texteditor liefern.

Was also absolut nicht geht, sind Textverarbeitungsprogramme, die z.B. über eine Büroklammer versuchen mir zu erklären, dass ich offensichtlich einen Brief schreibe – auch wenn ich das nicht tue – und mir dazu Hilfe anbieten. In dem Fall hat sich die Textverarbeitung selbst disqualifiziert, weil sie mich nervt und damit in der Geschwindigkeit hinter den Texteditor zurückfällt.

Nun gestern hab ich ein Übungsblatt bearbeitet. Fällt in die Kategorie Textverarbeitung, da LaTeX sich nicht lohnt und es ein bißchen besser als Texteditor aussehen sollte. Also OpenOffice.org gestartet und begonnen zu schreiben. Plötzlich fängt er an aus 2.1 eine Nummerierung zu machen und in der nächsten Zeile die 3. zu setzen und das Punkt 1 aus der vorherigen Zeile zu entfernen. Nichts was ich wollte und nichts wozu ich Lust habe mich mit zu beschäftigen. wie ich die ungewollte Nummerierung wegbekomme und OpenOffice.org dazu zu bringen zu machen was ich will. Also Faktor Zeit/Aussehen wieder zu Gunsten des Texteditors geschwappt.

Also OpenOffice.org geschlossen und da ist mir was eingefallen: “Hey vor Kurzem wurde doch KOffice 2 veröffentlicht und es gibt doch auch Pakete”. Kurz auf Kubuntu.org gegangen, Paketquellen bearbeitet, installiert und ausprobiert. Und siehe da, KOffice macht das was ich will. Keine Probleme gehabt. Natürlich die Aufmachung von KOffice ist etwas gewöhnungsbedürtig, aber dennoch intuitiv. Der Platz wird einfach perfekt genutzt.

Tja damit hat OpenOffice.org wahrscheinlich bei mir nie wieder eine Chance. KOffice ist installiert, ist in KDE sehr gut integriert (immer ein wichtiger Faktor ;-) ) und lässt die Plasma Kontrollleiste nicht komisch aussehen – keine Ahnung wer für den Bug verantwortlich ist :-D

Da KOffice OpenDocument beherrscht sollte es auch keine Probleme geben wenn ich Dokumente weitergebe oder bekomme. Und wenn es identisch aussehen soll: dafür gibt’s PDF.

6 thoughts on “KOffice2 vs OpenOffice.org”

  1. Boa, du hast so recht! Diese automatische Nummerierung ist eine der dämlichsten Funktionen von OOo überhaupt. Weiß jemand, wie man das abschalten kann? Ich mach mich mal auf die Suche….

  2. mir geht es da wohl ganz genauso, für alles über 2 seiten nutze ich latex, oo bzw koffice nur für kleinere sachen, bzw. um .doc-dateien öffnen zu können.
    da ich seit neustem nur noch kde nutze, mir oo aufgrund der größe, zuviele “hilfen”, zuviel schnickschnack un dem hässlichen aussehen, nutze ich nur noch koffice. klar, dort ist nicht alles perfekt, aber das ding läuft stabil und erfüllt vorallem seinen zweck.

    lg
    papierschiff

  3. Naja, also wenn schon sowas ein Argument gegen ein Programm ist, sollte man sich überlegen ob man den PC nicht links liegen lässt und wieder zu Stift und Papier greift.

    3 Klicks und die Option ist abgeschalten.

  4. @Duempelhuber: es geht nicht, darum dass man es mit drei Klicks abschalten kann. Es geht darum, dass ich – wie ich beschrieben habe – bei Textverarbeitung keinen zeitlichen Verlust im Vergleich zu Texteditor/LaTeX haben will. Sobald ich was (und wenn es nur drei Klicks sind) konfigurieren muss, ist die Anwendung langsamer. Hätte KOffice das gleiche Verhalten an den Tag gelegt, hätte ich einen Texteditor verwendet.

    Ich meine eine Anwendung soll dem User helfen Zeit zu sparen. Wenn der User sich aber mit der Anwendung beschäftigen muss, weil sie nicht macht was er will, dann ist das nicht optimal.

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