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	<title>Kommentare zu: Unwissenheit ist Stärke</title>
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	<description>From the land of wobbly windows</description>
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		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://blog.martin-graesslin.com/blog/2008/01/unwissenheit-ist-starke/comment-page-1/#comment-64</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 09:45:31 +0000</pubDate>
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		<description>Persönlich denke ich auch nicht, dass es den großen Plan von denen da oben gibt. Jedoch verfolgen sie ihn unwissentlich mit ihrer Politik. Kurzfristig gedacht, mögen alle Entscheidungen sogar sinnvoll sein. Stärkung der Wirtschaft führt zu mehr Arbeitsplätzen, Überwachung des Internets kann vielleicht Terrorismus verhindern. Langfristig führt es aber dazu, dass die Reichen immer reicher werden, und das unser Rechtsstaat durch einen präventiven Überwachungsstaat ersetzt wird. Dieser führt zwangsläufig in eine Diktatur ähnlich der, die in 1984 beschrieben ist. Das ist meine Angst bei der derzeitigen Politik. Hoffen wir, dass meine Angst unbegründet ist und 2008 das Jahr der &quot;Internetfreiheit&quot; dank Karlsruhe wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Persönlich denke ich auch nicht, dass es den großen Plan von denen da oben gibt. Jedoch verfolgen sie ihn unwissentlich mit ihrer Politik. Kurzfristig gedacht, mögen alle Entscheidungen sogar sinnvoll sein. Stärkung der Wirtschaft führt zu mehr Arbeitsplätzen, Überwachung des Internets kann vielleicht Terrorismus verhindern. Langfristig führt es aber dazu, dass die Reichen immer reicher werden, und das unser Rechtsstaat durch einen präventiven Überwachungsstaat ersetzt wird. Dieser führt zwangsläufig in eine Diktatur ähnlich der, die in 1984 beschrieben ist. Das ist meine Angst bei der derzeitigen Politik. Hoffen wir, dass meine Angst unbegründet ist und 2008 das Jahr der &#8220;Internetfreiheit&#8221; dank Karlsruhe wird.</p>
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		<title>Von: Timm</title>
		<link>http://blog.martin-graesslin.com/blog/2008/01/unwissenheit-ist-starke/comment-page-1/#comment-63</link>
		<dc:creator>Timm</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jan 2008 20:51:55 +0000</pubDate>
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		<description>Hehe, das Gefühl kenne ich ;-)

Wobei diese Gedanken ganz natürlich sind. 1984 ist in weiten Teilen eine extrem prägnante Beschreibung menschlicher Gesellschaften und ihrer Schwächen insgesamt und von daher ein gutes Stück allgemein gültig.

Wobei ich aber in den letzten Jahren zu der Überzeugung gelangt bin, dass es den &quot;großen Plan&quot; der &quot;bösen Eliten&quot; (auf so was läuft dein Artikel ja hinaus) nicht gibt. Das Vorgehen der &quot;herrschenden Klasse&quot; ist viel zu sehr von Partikulärinteressen und persönlichen Beziehungsgeflechten geprägt, als dass es das &quot;eine Ziel&quot; geben könnte.

Aber insgesamt sehe ich auch eine Erosion der Macht im herkömmlichen Sinne. In früheren Zeiten konnten die Herrscher ihre Macht immer durch einen enorm höheren Lebensstandard zeigen (das wird in 1984 ja auch aufgegriffen). Das ist heute auch noch die &quot;natürliche&quot; Form, die eigene Macht zur Schau zu stellen. Nun ist es halt so, dass bei allgemein extrem niedrigen Lebensstandard bereits geringe Vorteile große Privilegien sind.
Aber in einer Gesellschaft wie der unseren mit extrem hohem Lebensstandard auch der unteren Schichten ist die Differenzierung nicht so einfach. Der Sprung von &quot;Zeitung&quot; auf &quot;Fernseher&quot; bedeutet eine enorme Steigerung der persönlichen Verhältnisse. Aber der unterschied zwischen einem 50€-Aldi-TV und Plasma-HDTV in jedem Raum ist vom Prinzip her eigentlich marginal. Und heute hat jeder ein Auto, einen Fernseher, eine hohe Lebenserwartung und Freizeit.
Alles was die &quot;da oben&quot; noch draufsetzen können ist eine Sahnehaube.

Mit Informationen und Wissen wird es genau so laufen. Wissen ist Macht - und wenn jeder sich beliebig Wissen aneignen kann, ist es mit der Macht dahin.

Die Erhöhung unseres Lebensstandards hat ja schon zu einer enormen Vergrößerung der &quot;herrschenden Klasse&quot; geführt. Die größte Gefahr für die &quot;da oben&quot; ist immer Veränderung, weil Veränderung immer ein schrumpfen der eigenen Privilegien bedeutet. Deshalb wird jede Änderung immer erst mal mit Argwohn beobachtet und bekämpft. Ganz instinktiv.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hehe, das Gefühl kenne ich <img src='http://blog.martin-graesslin.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wobei diese Gedanken ganz natürlich sind. 1984 ist in weiten Teilen eine extrem prägnante Beschreibung menschlicher Gesellschaften und ihrer Schwächen insgesamt und von daher ein gutes Stück allgemein gültig.</p>
<p>Wobei ich aber in den letzten Jahren zu der Überzeugung gelangt bin, dass es den &#8220;großen Plan&#8221; der &#8220;bösen Eliten&#8221; (auf so was läuft dein Artikel ja hinaus) nicht gibt. Das Vorgehen der &#8220;herrschenden Klasse&#8221; ist viel zu sehr von Partikulärinteressen und persönlichen Beziehungsgeflechten geprägt, als dass es das &#8220;eine Ziel&#8221; geben könnte.</p>
<p>Aber insgesamt sehe ich auch eine Erosion der Macht im herkömmlichen Sinne. In früheren Zeiten konnten die Herrscher ihre Macht immer durch einen enorm höheren Lebensstandard zeigen (das wird in 1984 ja auch aufgegriffen). Das ist heute auch noch die &#8220;natürliche&#8221; Form, die eigene Macht zur Schau zu stellen. Nun ist es halt so, dass bei allgemein extrem niedrigen Lebensstandard bereits geringe Vorteile große Privilegien sind.<br />
Aber in einer Gesellschaft wie der unseren mit extrem hohem Lebensstandard auch der unteren Schichten ist die Differenzierung nicht so einfach. Der Sprung von &#8220;Zeitung&#8221; auf &#8220;Fernseher&#8221; bedeutet eine enorme Steigerung der persönlichen Verhältnisse. Aber der unterschied zwischen einem 50€-Aldi-TV und Plasma-HDTV in jedem Raum ist vom Prinzip her eigentlich marginal. Und heute hat jeder ein Auto, einen Fernseher, eine hohe Lebenserwartung und Freizeit.<br />
Alles was die &#8220;da oben&#8221; noch draufsetzen können ist eine Sahnehaube.</p>
<p>Mit Informationen und Wissen wird es genau so laufen. Wissen ist Macht &#8211; und wenn jeder sich beliebig Wissen aneignen kann, ist es mit der Macht dahin.</p>
<p>Die Erhöhung unseres Lebensstandards hat ja schon zu einer enormen Vergrößerung der &#8220;herrschenden Klasse&#8221; geführt. Die größte Gefahr für die &#8220;da oben&#8221; ist immer Veränderung, weil Veränderung immer ein schrumpfen der eigenen Privilegien bedeutet. Deshalb wird jede Änderung immer erst mal mit Argwohn beobachtet und bekämpft. Ganz instinktiv.</p>
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